"Gerechte Verteilung des Wohlstands ist mit Sprüche-Klopfen nicht zu machen."

23.09.09

Zusammen mit Hans-Martin Haller MdL stand SPD-Bundestagskandidatin Angela Godawa am vergangenen Sonntag Interessierten beim Frühschoppen im Laufener Sportheim Rede und Antwort.

Nach der Begrüßung der Runde durch Stadt- und Kreisrat Martin Frohme stand schnell die kritische Frage im Mittelpunkt, welche Rolle das „Soziale“ für die „Arbeiterpartei“ SPD spiele. Fraglos, so Haller und Godawa unisono, hätten die Sozialdemokraten gerade bei ihren Anhängern einen hohen Preis für die „Agenda 2010“ gezahlt. Nichtsdestotrotz seien diese Reformen die konsequente Antwort auf die Lage Deutschlands Ende der 90er-Jahre gewesen. Das zeigten die deutliche Stabilisierung der Sozialkassen bei gesenkten Sozialversicherungsbeiträgen, der nahezu ausgelichene Staatshaushalt in den Jahren 2006 und 2007, der Anstieg der Erwerbstätigenzahl um rund 2,5 Millionen zwischen 1997 und 2007 und die deutliche erhöhte Beschäftigungsquote bei Älteren. „Natürlich“, so Angela Godawa, „bleibt gerade die Arbeitsmarktlage Älterer ein Problem. Und ja, auch die ‚Agenda‘ bedarf der Anpassung – etwa durch die Bekämpfung des Missbrauchs der Leiharbeit und einen Mindestlohn.“ Diese Kärrnerarbeit sei vielleicht weniger „chic“ als die kernige Propaganda jener, die einfach das Rad zurückdrehen wollten. „Eine gerechte Verteilung des Wohlstands ist aber mit Sprüche-Klopfen allein nicht zu machen“, so die Kandidatin.