"Meine Lebenserfahrung täte dem Bundestag gut."

21.09.09

„Ein Jurist weniger, dafür jemand mit meiner Lebenserfahrung – das täte dem Bundestag gut“, resümierte SPD-Bundestagskandidatin Angela Godawa am vergangenen Montag am Stammtisch in der Truchtelfinger „Rose“ ihre politische Motivation.

Zusammen mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Martin Haller stellte sich die Kandidatin dem regen Meinungsaustausch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Dass der Mutter von vier mittlerweile erwachsenen Kindern die Familienpolitik besonders am Herzen liegt, ergibt sich Godawa zufolge aus ihren ganz persönlichen Erfahrungen bei der Vereinbarung ihres Berufs als Textilingenieurin mit der Familienarbeit. „Letztlich hat mich auch die Begleitung meiner Kinder als Elternbeirätin in Schule und Kindergarten in die Kommunalpolitik geführt, die mich prägt“, so Angela Godawa. Auf die aus ihrer Sicht wichtigsten Lehren aus der Finanzkrise eingehend, unterstrich die Bundestagskandidatin die Bedeutung eines handlungsfähigen Staates: „Klare Regeln zu setzen, wo auf persönlichen Anstand und kaufmännische Sorgfalt offensichtlich nicht gebaut werden darf – das kann nur ein starker Staat“, so Godawa. Voraussetzung staatlicher Handlungsfähigkeit sei auch eine maßvolle Finanz- und Sozialpolitik: „Nicht auszudenken, was angesichts der Anforderungen in dieser Krise wäre, wenn rotgrüne Reformpolitik nicht für geordnete Sozialkassen gesorgt hätte!“