"Wir brauchen nicht weniger sondern mehr Mitbestimmung"

21.09.09

Altbürgermeister Horst Kiesecker hieß am vergangenen Freitagabend SPD-Bundestagskandidatin Angela Godawa zur Gesprächsrunde in Tailfingen willkommen, bei der die Arbeitsmarkt- und die Energiepolitik im Mittelpunkt standen.

Godawa strich in ihrer Einführung die politische Priorität einer fairen Arbeitsmarktordnung heraus: „Bei Arbeit geht es für uns Sozialdemokraten um mehr als nur ums Geld verdienen. Arbeit zu haben heißt auch, gebraucht zu werden, seinen Teil zum Wohlstand aller beitragen zu können.“ Sie streite für faire Löhne und dafür, die Krise zu nutzen, um Arbeitnehmer und Arbeitgeber wieder auf Augenhöhe zu bringen: „Wir brauchen nicht weniger Mitbestimmung, wir brauchen mehr“, so die Kandidatin. Auf die aktuelle „Vernebelungstaktik der Liberalkonservativen“ bei deren Haltung zur Atomenergie angesprochen, unterstrich Godawa das aus ihrer Sicht „unerlässliche“ Festhalten am geordneten Atomausstieg: „Nicht nur wegen der Risiken der Kernkraft und der ungeklärten Endlagerfrage, sondern auch weil’s ums Gelingen der ‚Energiewende‘  geht!“ Das „Erneuerbare-Energien“-Gesetz der rot-grünen Regierung sei eine Erfolgsgeschichte und ein Exportschlager. „Wir haben“, so Angela Godawa, „heute in Deutschland die modernste Umweltindustrie der Welt. Umwelt- und Klimaschutz haben 2 Millionen Menschen in Lohn und Brot gebracht.“